
Abgeschlossen haben die Schwerter Stadtwerke pünktlich zur dunklen Jahreszeit die Erneuerung der Straßenbeleuchtungsanlage Im Rohlande. Durch Nutzung modernster Lampentechnik konnte der Energieverbrauch der insgesamt knapp 50 neuen Leuchten um rd. 25% unter den bisherigen Standard in diesem Bereich reduziert werden. Damit nicht genug: der sog. Lichtstrom wurde um knapp 55 % verbessert. Der Lichtstrom kennzeichnet dabei den Beleuchtungswirkungsgrad einer Lampe unter Berücksichtigung der Empfindlichkeit des menschlichen Auges, also die wahrnehmbare Helligkeit.
„Die alten Leuchten Im Rohlande hatten mit rd. 30 Jahren ihre Lebensdauer deutlich überschritten, Ersatzteile gab es nicht mehr, steigende Unterhaltungskosten lösten bei uns ein Sanierungskonzept aus“, so Dirk Mannes, Technikchef des heimischen Energiedienstleisters. Rd. 50.000,- € hat die Maßnahme verschlungen, dabei sollte nicht nur der Sanierungsstau behoben werden, sondern vor allem die Unterhaltungskosten keinesfalls steigen – Rödl & Partner lässt grüßen. Stabile oder gar sinkende Unterhaltungskosten werden von Herstellern und Beratern immer wieder durch den Einsatz der LED Technik versprochen – stimmen diese Einschätzungen?
Bereits seit mehr als 2 Jahren beschäftigen sich die Stadtwerke mit dieser Innovation. Immer wieder wurden einzelne LED Leuchten im Echtbetrieb getestet, immer wieder gab es Probleme in der Praxis. Im Rohlande ging Anfang 2009 erstmals ein Straßenzug als LED Pilotprojekt in den Echtbetrieb. Das Ergebnis des Tests beschreibt Matthias Becker, zuständig für die Sparte Straßenbeleuchtung, als Fehlschlag. Umfangreiche Bürgerbefragungen und Vor – Ort - Begehungen mit Vertretern von Stadt und Ordnungsamt ergaben, dass die Lichtqualität der LED`s im Straßenbeleuchtungsbereich noch nicht ausgereift genug ist. Grelle Blendwirkung und scharf abgegrenzte Dunkelzonen zwischen den Masten, zudem Investitionskosten, die bis zu 3 Mal über denen herkömmlicher Leuchten lagen erklären dieses Ergebnis. „Da relativieren sich die Aussagen vieler Berater dann schon recht deutlich“, zieht Becker ein erstes Zwischenfazit aus mehr als 2 Jahren LED Erfahrung.
Dennoch wird diese Technik mittelfristig kommen, sind sich die Verantwortlichen bei den Stadtwerken sicher, es dauert aber noch ein wenig. Die 25 % ige Energieeinsparung ließ sich übrigens auch mit aktuellen Energiesparlampen erreichen, vorausgesetzt, die lichttechnische Vorplanung wird mit entsprechendem Engagement und unter detaillierter Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort durchgeführt. „Dazu haben wir uns manchen Abend Im Rohlande aufgehalten, uns auch mit Anwohnern getroffen und so ein optimales Konzept ausgearbeitet“, blickt Mannes auf ein spannendes und erfolgreiches Projekt zurück.
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Datum: 28. Dezember 2009
Quelle: Stadtwerke Schwerte GmbH –
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