Stadtwerke Schwerte Online
Suche

Anfänge und Entwicklung

Die Geschichte der Stadtwerke führt zurück zu der wichtigsten Erfindung des Jahres 1783, dass aus Steinkohle Gas gewonnen werden kann. Es war zum damaligen Zeitpunkt kaum absehbar, dass einige Jahrzehnte später in vielen Städten die Straßen mit Gas beleuchtet und die Wohnungen und Häuser mit Gas beheizt wurden.

1868 – 1880 – 1890 – 1897 – 1948 – 1975 – 1978 –
1980 – 1986 – 1993 – 1996 – 2000 – 2001 – 2002 – 2003
...


1868

Gründung der Gasanstalt
Im Protokoll des Rates der Stadt Schwerte vom 28. Januar 1867 wurde beschlossen, in Schwerte eine Gasanstalt zu bauen. Mit einiger Verzögerung, im Frühjahr 1868, wird mit dem Bau begonnen. Die Arbeiten an der Gasstraße, einer Verbindung zwischen Bahnhof- und Beckestraße, dauern bis zum 23. März 1869, ehe die Vermessung der Gasleitungen und die Abnahme des Werkes durch die Gaswerksdirektoren erfolgt.

1880

Wasserlieferungsvertrag mit Dortmund
Kurze Zeit später wurden Überlegungen angestellt, wie für die Bürgerschaft und wachsende Industrie die notwendige Wasserversorgung sichergestellt werden konnte. Da die Stadt Schwerte nicht die finanziellen Mittel aufbringen konnte um eine eigene Versorgung aufzubauen, entschloß man sich, mit der Stadt Dortmund einen Wasserliefervertrag abzuschließen. Wie zahlreiche Industriebetriebe und Schwerter Haushalte wurde auch der Schützenhof ab 1880 zentral mit Gas und Wasser versorgt.

1890

Gas- und Wasserwerke in Schwerte
Im Jahre 1867 wurde die Stadt Schwerte an die Eisenbahnstrecke Hengstey - Schwerte - Holzwickede angebunden. Nicht zuletzt die gute Anbindung an die überregionalen Verkehrswege führte zu einem starken industriellen Wachstum der folgenden Jahrzehnte.

Die Unternehmen Eisenindustrie zu Menden und Schwerte AG, Fleitmann & Witte, später unter dem Namen Vereinigte Deutsche Nickelwerke bekannt, Eisenbahnausbesserungswerk, Hundhausen, um nur einige Namen zu nennen, machten es notwendig, die Gas- und Wasserversorgung für die Schwerter Kunden zu optimieren.

1897

Spatenstich für das neue Gaswerk.
Der technische Fortschritt und das Wachstum von Industrie und Bevölkerung führten dazu, daß nicht einmal 25 Jahre später die Produktionskapazitäten nicht mehr ausreichten. Ein neues Gaswerk mußte her. Man faßte den Entschluß, auf die grüne Wiese auszuweichen. Der erste Spatenstich erfolgte im Jahr 1897 auf dem heutigen Stadtwerkegelände am Ende der Liethstraße

1948

Bau eines Gas-Hochdruckbehälters / Sprengung des Schornsteins
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde das volle Ausmaß der Zerstörung der deutschen Städte erst deutlich. Auch die Stadt Schwerte war stark betroffen. Die anfängliche Arbeitslosigkeit, die Wohnungsnot und der Hunger machten der Bevölkerung das Leben nicht gerade einfach. Der Krieg hat auch in Schwerte Spuren hinterlassen.
 
Nach der Währungsreform 1948 folgte eine Phase der Hochkonjunktur, die sich über viele Jahre hinzog und später als Wirtschaftswunder in die Geschichte eingehen sollte.
 
Im Jahre 1948 fällt der hohe Schornstein des Gaswerkes, das Wahrzeichen der Stadtwerke. Noch im selben Jahr findet ein technisches Meisterwerk an der Liethstraße seinen Platz. Es handelt sich um den Hochdruckgasbehälter. Das Besondere und technisch vollkommen Neue war, daß dieser Kessel genietet wurde. Der Gasdruck konnte durch dieses Verfahren auf 10 Atü erhöht werden und hatte ein Fassungsvermögen von 10.000 m3. Der Gasbehälter steht heute unter Denkmalschutz.

1975

Kommunale Neuordnung
Im Rahmen der kommunalen Neuordnung in Nordrhein-Westfalen schlossen sich die Stadt Schwerte, die Stadt Westhofen und die Gemeinden Geisecke, Villigst, Wandhofen, Ergste und Teile von Lichtendorf und Holzen zur neuen Stadt Schwerte zusammen. So entstand zum 1. Januar 1975 auf einer Gebietsfläche von 56 km2 ein leistungsfähiges Mittelzentrum in der Ballungsrandzone des Ruhrgebietes mit heute über 52.000 Einwohnern.

Zum Zeitpunkt der Neuordnung war die Versorgung der Schwerter Bürger und Gewerbetreibenden mit Gas, Wasser und Strom sehr uneinheitlich geregelt. Die Stadtwerke lieferten Gas und Wasser in der alten Stadt Schwerte, die Dortmunder Stadtwerke waren für die Wasserversorgung in den übrigen Stadtteilen verantwortlich, die VEW Dortmund war Gaslieferant in Holzen und Westhofen, die Westfälische Ferngas Gesellschaft begann zum damaligen Zeitpunkt mit dem Aufbau der Gasversorgung im Stadtteil Ergste. Auch die Stromversorgung war unterschiedlich geregelt. Die Stromlieferung für die Schwerter Haushalte und Industrie- bzw. Gewerbekunden wurde in den Stadtteilen Schwerte-Mitte und Ergste von der Elektromark Hagen vorgenommen, während die VEW Dortmund die übrigen Stadtteile mit Strom versorgte. Schon sehr früh war es nach der Neuordnung Wille der politisch Verantwortlichen, in der neuen Stadt Schwerte die Versorgungsverhältnisse bei Gas, Wasser und Strom zu vereinheitlichen. Für den Bürger sollte für die Energie- und Wasserversorgung nur ein Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Politisches Ziel war es, durch die Schaffung eines leistungsfähigen Querverbundunternehmens die sichere und preisgünstige Versorgung mit Energie und Wasser für ganz Schwerte den Schwerter Stadtwerken zu übertragen.

1978

Übernahme der Gasversorgung der "neuen" Ortsteile
Nach der Neuordnung 1975 wuchs die Stadt Schwerte weiter. 1978 übernahmen die Stadtwerke Schwerte die Gasversorgung für das gesamte Stadtgebiet. Nicht nur die zunehmende Bevölkerungszahl, auch die Neuansiedlung von Gewerbebetrieben führten dazu, daß die Stadtwerke Schwerte in den 70er und 80er Jahren verstärkt ihr Wasser- und Gasrohrnetz ausbauen mußten.

1980

Das Verwaltungsgebäude wird erweitert
Bedingt durch das enorme Wachstum der vergangenen Jahre und die sich daraus ergebende ansteigende Beschäftigtenzahl stieß das Verwaltungsgebäude an seine Grenzen. Im Jahr 1980 wurde der Beschluß gefaßt, das bestehende Geschäftsgebäude um einen Anbau zu erweitern. Drei Jahre später war es dann soweit, der Erweiterungsbau wurde eingeweiht. Abgerundet wurden die baulichen Aktivitäten durch einen funktionsgerechten Neubau der Werkstattanlagen 10 Jahre später.

1986

Übernahme der Wasserversorgung der "neuen" Ortsteile
Nachdem in den 70er Jahren von der VEW und WFG die auf Schwerter Gebiet liegenden Gasversorgungsanlagen übernommen wurden, und die Stadtwerke Schwerte die Gasversorgung in den Stadtteilen Geisecke und Villigst aufgebaut hatten, wurden die Schwerter Stadtwerke 1986 auch für die Wasserversorgung in den Stadtteilen zuständig, die im Rahmen der kommunalen Neuordnung hinzugekommen waren.
 
Eintritt der Dortmunder Stadtwerke AG
Die Dortmunder Stadtwerke brachten ihre Schwerter Wasserleitungsnetze in die Stadtwerke Schwerte ein, im Gegenzug wurde ihnen hierfür eine Beteiligung an der Stadtwerke Schwerte GmbH in Höhe von 24,6 % eingeräumt.

1993

Umwandlung zur GmbH
1993 konnte die Stadtwerke Schwerte GmbH ihren 125jährigen Geburtstag feiern. Aus dem kleinen Gaswerk war zwischenzeitlich ein leistungsfähiges Energieversorgungsunternehmen geworden, das 1980 in eine GmbH umgewandelt wurde.

1996

Übernahme der Stromversorgung
Nachdem die gesamte Gas- und Wasserversorgung in Schwerte den Stadtwerken übertragen war, sollte auch die Stromversorgung von den bisherigen Stromlieferanten Elektromark Hagen und VEW Dortmund übernommen werden. Entsprechende Grundsatzbeschlüsse des Rates wurden bereits 1982 und 1983 getroffen.
 
Gründung der Schwerter Strom GmbH & Co. KG
Dieses Ziel wurde nach langjährigen Verhandlungen endlich zum 1. Januar 1996 in die Tat umgesetzt. Auf der Grundlage einer einvernehmlichen Kauf- bzw. Kooperationslösung zur Neuordnung der Stromversorgung in Schwerte, haben die Stadtwerke, Elektromark und die VEW ein Gemeinschaftsunternehmen Schwerter Strom GmbH & Co. KG gegründet, das Eigentümer der örtlichen Stromversorgungsanlagen in der Stadt Schwerte wurde. An dieser Stromgesellschaft haben die Schwerter Stadtwerke einen Anteil von 75,1 %. Die Betriebsführung und damit die volle Verantwortung der Stromversorgung auf Niederspannungsebene für fast 30.000 Haushalte und Gewerbekunden liegt in den Händen der Stadtwerke Schwerte, die mit Ausnahme weniger industrieller und gewerblicher Großkunden nunmehr für die Schwerter Bürger in allen Fragen der Energie- und Wasserversorgung verantwortlicher Partner geworden ist. Das kommunalpolitische Ziel, dem Bürger die Versorgung aus einer Hand zu bieten, wurde zum 1. Januar verwirklicht.
 
Gründung der Unternehmen ruhrcom und RuhrNet
Die Stadtwerke wollen sich mit dem bisher Erreichten nicht zufrieden geben. Die Zukunft muss gestaltet werden. Um den Bürgerinnen und Bürgern und den Wirtschaftsunternehmen unserer Stadt künftig preiswerte sichere und umweltschonende Energiedienstleistungen anbieten zu können, müssen jährlich Millioneninvestitionen getätigt werden. Nur durch ständige Erweiterungs- und Erneuerungsinvestitionen und einer kostengünstigen Betriebsführung kann der wirtschaftliche Erfolg auf Dauer sichergestellt werden.
 
Um die Zukunft noch besser gestalten zu können, ist den Stadtwerken Schwerte zwischenzeitlich durch die Gründung der Unternehmen RuhrNet und ruhrcom der Einstieg in den Telekommunikationsmarkt gelungen. Mit einer markt- und kundenorientierten Geschäftspolitik wird es gelingen, nach den ersten Jahren des Aufbaus von Telekommunikationsleitungen und –diensten in den nächsten Jahren bereits in beiden Gesellschaften ein ausgeglichenes Jahresergebnis zu erzielen.

2000

Einführung der Marke Ruhrpower und
Angebot eines Multi-Utility-Produktes

Die Stadtwerke Schwerte haben schon zu Beginn der Liberalisierung der Energiemärkte mit geeigneten Strategien auf das veränderte Umfeld reagiert. So wurde bereits Anfang 2000 die Marke Ruhrpower eingesetzt, um beispielsweise die attraktiven Bündelprodukte Privatkunden anbieten zu können. Als erstes Energieversorgungsunternehmen bundesweit haben die Stadtwerke Schwerte sämtliche Versorgungsleistungen zu unterschiedlichen Produktbündeln zusammengefasst und den Schwerter Kunden als Ruhrpower-Pakete angeboten.

2001

Neuausrichtung der ruhrcom
Der Telekommunikationsmarkt und insbesondere der Internetmarkt unterliegt sehr starken Veränderungen. Was heute richtig ist, kann sich bereits morgen als nicht zielführend erweisen. Die Markt- und Wettbewerbssituation muss dementsprechend ständig beobachtet und analysiert werden – die eigenen Ziele und Strategien sollten analog dazu überprüft und hinterfragt werden.
 
Diese Vorgehensweise hat die Stadtwerke Schwerte im Jahr 2001 dazu bewogen, die ruhrcom, die bisher im eher technischen Bereich insbesondere Providing- und Webdesignleistungen Gewerbekunden angeboten hat, neu zu positionieren. Seit Mitte 2001 bietet die ruhrcom auch weitere kreative Dienstleistungen an. Die Angebotspalette reicht von der Entwicklung von Marketingkonzeptionen, der Gestaltung von Printmedien bis zur Umsetzung von kompletten Werbekampagnen.

2002

Entwicklung des Patents: grabenlose Parallele-No-Dig-Technik
Die Stadtwerke Schwerte verfolgen bereits seit Anfang 2000 den Multi-Utility-Gedanken. Dabei verstehen die Stadtwerke Multi-Utility aber nicht nur als eine Strategie zur Vermarktung von Produkten. Die Multi-Utility-Strategie der Stadtwerke Schwerte setzt vielmehr schon bereits in frühen Wertschöpfungsstufen an und durchdringt somit sämtliche Unternehmensbereiche.
 
Die Stadtwerke Schwerte entwickelten in diesem Zusammenhang im Jahr 2002 ein vollkommen neues Rohrbündel und Verfahren zur Parallelverlegung von Rohren. In einem Arbeitsschritt lassen sich nun mehrere unterschiedliche Leitungen grabenlos verlegen – das spart Zeit und Geld und zusätzlich wird die Belastung für die Anwohner deutlich reduziert. Die Anzahl und die spartenweise Belegung der Leitungen ist dabei in höchstem Maße variabel und größtenteils frei kombinierbar. So lassen sich z.B. Strom-, Gas- und Wasserrohre in einem Schritt verlegen oder alternativ Abwasserleitungen, Telefon- und Breitbandkabel integrieren oder einfach nur Leerrohre einziehen. Das bundesweit einzigartige Verfahren wurde als Patentverfahren eingetragen und zeigt eindrucksvoll auf, dass Multi-Utility nicht nur eine Strategie zur Vermarktung von Produkten ist.

2003

Einstieg der Dortmunder Energie und Wasser GmbH
Der Rat der Stadt Schwerte hat in einer Sondersitzung am 21. Oktober 2002 mit sehr großer Mehrheit entschieden, einen Anteil an der Stadtwerke Schwerte GmbH in Höhe von 25 % an die DEW und einen weiteren Anteil von 0,34 % an die DSW zu ver-äußern. Die DSW hielt bisher einen Anteil von 24,66 % an der Stadtwerke Schwerte GmbH.
 
Grundlage dieser Ratsentscheidung war die Notwendigkeit, durch Veräußerungserlöse die kommunale Finanz- und Haushaltslage der Stadt Schwerte deutlich zu verbessern. Darüber hinaus haben die Stadtwerke durch die Aufnahme der DEW als strategischen Partner eine Stärkung ihrer Wettbewerbsposition angestrebt, um auch zukünftig schlagkräftig in den liberalisierten Energie- und Telekommunikationsmärkten agieren zu können.
 
Angebot von Kabel-TV Leistungen
Die Stadtwerke Schwerte liefern Strom, Gas und Wasser, das wissen Sie längst. Neu und interessant ist der Einstieg ins Kabelfernsehen. Die Stadtwerke bieten bereits ersten Kunden in Neubaugebieten ihre Kabel-TV Leistungen an und konnten aufgrund der modernen Technik, die im Einsatz ist, sowohl die Programmvielfalt deutlich erhöhen, als auch ein preislich sehr attraktives Angebot unterbreiten.
 
Bau eines weiteren Verwaltungsgebäudes
Durch den Ausbau der Stadtwerke Schwerte hin zu einem kundenorientierten Dienstleistungsunternehmen und zugleich durch den Einstieg in die neuen Geschäftsfelder Telekommunikation, Kabel-TV und Agenturdienstleistungen und der sich daraus ergebenden ansteigenden Beschäftigtenzahl stieß das Verwaltungsge-bäude an seine Grenzen. Im Jahr 2003 wurde eine in unmittelbarer Nachbarschaft stehende Immobilie von der Stadt Schwerte gekauft und durch umfangreiche Um-baumaßnahmen zur betrieblichen Nutzung hergerichtet. Das neue Verwaltungsge-bäude wird sicherlich nicht nur für die Stadtwerke Schwerte eine Bereicherung darstellen, sondern zugleich auch für das unmittelbare städtische Umfeld, das durch das Gebäude eine deutliche Umfeldverschönerung erfährt.

...

Das Umweltbuch ist da...
Profitieren Sie von Ihrer Ruhrpower-Card
Alternative Energien